In Serie

Hi!

Erstmal das Übliche: This is why the internet sucks: WordPress stellt zwei Formen von Designs zur Verfügung: Die, die häßlich sind und die, die man nicht so formatieren kann, wie man möchte. Whatever. Wenn Sie das hier via Facebook verfolgen wollen, scrollen sie ganz nach unten oder klicken Sie hier. Sie wollen erstmal wissen, was das wird? Gute Frage. Das ist ein Abenteuer. Sie wissen ja, wie das ist. Alles kann, nichts muss. Aber niemals das, was Sie erwarten. Verbindlichkeit ist der größte aller Feinde. Und na klar ist der Titel dieses Blogs eine popkulturelle Referenz, was denken Sie denn? Apropos Serien:

DWDL hat heute einen Artikel veröffentlicht, in dem es darum geht, ab wann eine Serie ihre Zuschauer am Haken hat und nicht mehr loslässt. Grundlage dafür ist eine Netflix-Studie, die untersucht hat, ab welchem Punkt einer Serie der Großteil der Zuschauer nicht mehr aufhören kann, die Serie zu schauen. Das finde ich spannend, da ich in 2015 so viele Serien gesehen habe wie nie. Nun, die Vorzeichen sind etwas anders, da ich nicht streame oder sonderlich oft im Fernsehen schaue, sondern meist direkt die DVD oder BluRay kaufe. Dennoch zündet nicht jede Serie sofort, selbst wenn dem Kauf eine genauere Vorüberlegung vorausgeht als einem Reinzappen. Ein Versuch, Schlüsselmomente einiger Serien zu rekapitulieren:

The X-Files: S01E04. The Jersey Devil.
Scully: I have a date.
Mulder: Can you cancel?
Scully:  Unlike you Mulder, I would like to have a life.

Akte X hat bei mir tatsächlich eine ganze Weile gebraucht, bis es endgültig durchgeschlagen ist. Der Dialog aus The Jersey Devil war der erste, in dem mir der Charme der Serie bewusst wurde. Für die ersten beiden Staffeln habe ich zusammen ungefähr ein halbes Jahr gebraucht, die restlichen sieben schaute ich dann in der gleichen Zeit. Im Moment schau ich die Serie im Zuge von #thexfiles201days noch einmal komplett, hänge allerdings momentan gut 10 Folgen hinterher. Im Moment befinde ich mich am Ende der dritten Staffel und in diesem Durchlauf notiere ich für jede Folge eine Bewertung in Punktform. Dabei fällt mir auf, daß ich – zumindest die Folgen der ersten drei Staffeln – ziemlich durchschnittlich bewerte. Der Reiz der Serie liegt tatsächlich vor allem im großen Ganzen und in den kleinen Details. Daß mich mal eine Folge von vorne bis hinten fesselt, passiert eher selten. Haben Sie übrigens schon einmal The Host gesehen? Nein? Gut für Sie.

The Jersey Devil

House of Cards: S01E01. Chapter 1.
Frank Underwood: I’m feeling hungry today.

House of Cards habe ich in der Uni kennen gelernt. In einem Anglistikseminar, das in erster Linie daraus besteht, Filme und Serien anzuschauen, gab es einen Themenabend, an dem politische Piloten aus Amerika gezeigt wurden. The West Wing hat mich dabei eher weniger überzeugt, während House of Cards ganz schön einschlug. Kevin Spacey mag ich seit Se7en und American Beauty am liebsten als Zyniker. Dazu führt David Fincher in den ersten beiden Folgen Regie. Wo Fincher draufsteht, folge ich blind. Nachdem der Kamerakran am Ende der ersten Folge nach besagtem Zitat aufzog, habe ich mehr gewollt. Es hat gut ein Dreivierteljahr gebraucht, bis ich mit Chapter 2 weiter gemacht habe. Die ersten beiden Staffeln habe ich dann allerdings in etwa 14 Tagen verschlungen.

Chapter 1

Twin Peaks: S01E01. Pilot.
Agent Dale Cooper: Diane, I’m holding in my hand a small box of chocolate bunnies.

Twin Peaks war ein Schuss ins Blaue. Ein paar Dinge, die ich wusste, bevor ich mir die Box schenken ließ: Die Serie gilt als insgesamt wegweisend und als direkter Vorgänger der X-Akten. David Duchovny spielt eine Nebenrolle. David Bowie spielt im abschließenden (wirklich wahnsinnig schlechten) Film mit. David Lynch führt Regie. Irgendein anderer David hat bestimmt auch irgendwas damit zu tun. Etwas skeptisch war ich schon. Von Lynch hatte ich bisher nie etwas gesehen. Mulholland Drive und Lost Highway standen (und stehen) schon seit langem auf meiner To-Do-Liste, aber beide laufen so selten und meist so spät im Fernsehen, daß selbst ich bisher noch keine Geduld dazu hatte. Ein Wagnis also. Eins, das sich schon in der Pilotfolge als Volltreffer erwies. Natürlich entfaltet sich die ganze Awkwardness von Twin Peaks erst in den darauffolgenden Episoden, aber diese ulkige Notiz über Schokoladenhasen war einer der ersten und durchdringendsten Knackpunkte. Und wenn dann beim Rewatch der X-Akten auf einmal Windom Earle im Spiegel auftaucht und mordet, ist das eine ganz andere Liga als beim ersten Schauen, während dessen Kenneth Welsh eben bloß irgendein Typ gewesen ist.

Chocolate Bunnies

Riget (Hospital der Geister). Niemals.

Wirklich nicht. Wer guckt schon gerne Lars von Trier? Trier ist gnadenloser als Lynch, legt den Finger noch mehr in die Wunde und ist nicht im Geringsten daran interessiert, das Publikum zu schonen. Die Serie habe ich dennoch komplett geguckt. Warum? Weil ich dafür bezahlt habe, haha.

Hannibal: S01E01. Apéritif. Die Treppenszene.

Na gut, das ist eine kleine Schummelei. Tatsächlich habe ich Hannibal, abgesehen von der Eröffnungsszene und ein paar folgenden Sequenzen, während der ersten Staffel nur sehr unaufmerksam geschaut. Fan wurde ich erst mit der zweiten Staffel. Die Ästhetik der Szene, in der die gesammelte Grausamkeit dargestellt wird, hat mich zutiefst beeindruckt. Den Rest habe ich leider nur nebenbei geschaut, weil ich die erste Staffel im Fernsehen verfolgt habe und dort die Aufmerksamkeit generell geringer ist als bei Kaufware.

Hannibal

Californication: S01E01. Pilot.

Let’s face it. Das war schon meine Lieblingsserie, als ich erst nur den Titel kannte. Wegen den Red Hot Chili Peppers gekommen, wegen David Duchovny geblieben. Vater. Kann ich dich was fragen? Wieso ist da ’ne nackte Frau in meinem Zimmer? […] Sie hat keine Haare an der Vagina. Ist sie vielleicht krank?Ich seh‘ nach! Schon weit vor Eddie Nero und Atticus Fetch ein Erfolg auf ganzer Linie. Startschuss für Akte X. Deswegen Riget. Deswegen Twin Peaks. Meistgesehene Serie. Lieblingsserie. Role model. Everything.

Californication

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